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Echtheit & Pflege

Pokémon-Karten graden lassen: PSA, BGS, CGC im Vergleich

Wie Grading abläuft, wie die Noten entstehen und wann sich PSA, BGS oder CGC lohnen. Mit Checkliste für die Prüfung vor der Einsendung an den Anbieter.

7 Min. LesezeitVeröffentlicht 24.10.2026Zuletzt geprüft 24.10.2026
Nahaufnahme eines Slabs, die Karte darin vom Holo-Glanz überstrahlt

In 30 Sekunden

  • Grading bedeutet: Ein Anbieter prüft eine Karte, vergibt eine Note und schweißt sie in einen Slab ein. PSA, BGS und CGC sind die bekanntesten Anbieter.
  • Die Skala reicht bei allen drei bis zur 10. BGS bewertet zusätzlich vier Teilnoten, nämlich Centering, Ecken, Kanten und Oberfläche.
  • Graden lohnt sich nur bei Karten, die makellos aussehen. Gebühren, Versand und Wartezeit kommen dazu.
  • Eine Note ist eine Einschätzung des Anbieters. Eine Preissteigerung folgt daraus nicht automatisch.

Was bedeutet Karten graden lassen?

Beim Grading schickst du eine Karte an einen Anbieter. Dessen Prüfer untersuchen Centering, Ecken, Kanten und Oberfläche, vergeben eine Note und stecken die Karte in einen versiegelten Kunststoffbehälter, den Slab. Auf dem Label stehen Karte, Set, Nummer, Note und eine Seriennummer. Mit der Nummer überprüfst du die Karte online beim Anbieter.

Der Slab schützt die Karte und macht ihren Zustand für andere Käufer lesbar. Wer eine Karte in einem Slab kauft, muss sich nicht auf die Beschreibung des Verkäufers verlassen. Einen Überblick über die Begriffe gibt der Ratgeber Das 1×1 des Sammelns.

PSA, BGS oder CGC: Wo liegt der Unterschied?

AnbieterSkalaBesonderheit
PSA1 bis 10Eine Gesamtnote ohne Teilnoten. Die 10 heißt Gem Mint.
BGS1 bis 10 in halben SchrittenVier Teilnoten plus Gesamtnote. Die Black Label vergibt BGS nur bei Bestnoten in allen vier Teilnoten.
CGC1 bis 10Gesamtnote, bei besten Karten gibt es die Stufen Pristine und Gem Mint.

Die Bedingungen ändern sich. Lies vor der Einsendung die aktuelle Notenskala und die Preisliste des Anbieters.

Welcher Anbieter für dich passt, hängt von deinem Ziel ab. PSA ist im Handel weit verbreitet, viele Käufer kennen die Slabs. BGS liefert dir Teilnoten, mit denen du genau siehst, wo die Karte Punkte verliert. CGC hat sich bei Pokémon-Karten in den letzten Jahren etabliert. Dieselbe Karte kann bei verschiedenen Anbietern unterschiedliche Noten erhalten, weil die Maßstäbe abweichen.

Wie entsteht die Note?

Die Prüfer achten auf vier Punkte:

  • Centering: Wie gleichmäßig der Rand auf Vorder- und Rückseite verläuft. Ein schiefer Druck kostet Punkte, auch bei sonst makelloser Karte.
  • Ecken: Leichte Abnutzung oder Stauchungen senken die Note.
  • Kanten: Weiße Stellen am Rand, sogenanntes Whitening, sind ein häufiger Grund für Abzüge.
  • Oberfläche: Kratzer, Druckpunkte und Fingerabdrücke zählen. Auch Holo-Folien kratzen leicht.

Eine 10 verlangt, dass alle vier Punkte nahezu makellos sind. Karten direkt aus dem Booster erfüllen das nur selten, weil schon der Schnitt oder die Folie Spuren hinterlässt.

Wie läuft das Grading ab?

  1. Karten auswählen: Sieh jede Karte unter hellem Licht an. Prüfe Ecken, Kanten und Oberfläche mit einer Lupe.
  2. Bei Anbieter anmelden: Du legst online eine Einsendung an und wählst eine Servicestufe. Gebühren und Wartezeit hängen von der Stufe ab und ändern sich, die aktuelle Liste steht beim Anbieter.
  3. Karten verpacken: Jede Karte kommt in ein Penny Sleeve und einen Cardsaver oder ein vergleichbares Behältnis, laut Vorgabe des Anbieters.
  4. Verschicken: Versandversichert und mit Sendungsverfolgung. Prüfe, ob der Anbieter eine Annahmestelle in Europa hat, das spart Zoll und Versandzeit.
  5. Warten: Der Anbieter prüft, bewertet und schickt die Slabs zurück.

Wann lohnt sich Grading?

Ein Grading kostet Geld und garantiert keine hohe Note. Rechne nüchtern: Gebühr plus Versand plus Versicherung steht gegen den möglichen Mehrpreis eines Slabs. Den vergleichst du mit Verkäufen bereits bewerteter Karten, zum Beispiel auf Cardmarket oder eBay. Karten mit hoher Nachfrage und guter Note erzielen oft mehr, Karten mit einer mittleren Note oft nicht. Wir geben dazu keine Prognose.

  • Die Karte ist gefragt: Dann kann ein Slab den Verkauf erleichtern.
  • Die Karte sieht makellos aus: Nur dann lohnt die Gebühr.
  • Du willst die Karte dauerhaft schützen: Der Slab ersetzt einen Toploader und zeigt die Karte.
  • Du hast viele Karten: Sortiere vor und schicke nur die besten ein.

Welche Fehler kosten Punkte?

Die häufigsten Fehler passieren vor dem Grading. Karten, die lose in einer Schachtel lagen, haben oft weiße Kanten. Fingerabdrücke auf der Oberfläche lassen sich schlecht entfernen, ohne die Karte zu beschädigen. Reibe nie mit einem Tuch über die Karte. Wie du Karten schützt, steht im Ratgeber Karten richtig lagern und schützen. Kaufst du eine Karte schon im Slab, prüfe die Seriennummer beim Anbieter und die Echtheit des Slabs, Fälschungen kommen vor. Hinweise gibt der Ratgeber Gefälschte Karten erkennen.

Wie prüfst du eine Karte vor der Einsendung?

Halte die Karte schräg unter eine helle Lampe und drehe sie langsam. Kratzer und Druckpunkte erscheinen im Streiflicht. Sieh dir die Ecken mit einer Lupe an und achte auf weiße Stellen an den Kanten. Das Centering schätzt du, indem du den Rand links und rechts vergleichst: Je größer der Unterschied, desto niedriger die Note. Trage dabei saubere Hände oder Baumwollhandschuhe. Notiere die Mängel, dann vergleichst du deine Einschätzung später mit der Note und lernst, wie der Anbieter bewertet.

Häufige Fragen

Welche Note ist die beste?

Bei allen drei Anbietern gilt die 10 als Bestnote. Bei BGS und CGC gibt es darüber hinaus eigene Bezeichnungen für Karten in Bestzustand.

Kann ich Karten selbst aus dem Slab nehmen?

Der Slab ist versiegelt. Wer ihn aufbricht, verliert die Bewertung. Die Karte ist danach ungraded.

Kann ich ein erneutes Grading beantragen?

Die Anbieter bieten dazu eigene Verfahren an. Die Bedingungen stehen auf ihren Seiten.

Ist eine PSA 10 mehr wert als eine BGS 9,5?

Das hängt vom Markt ab. Vergleiche aktuelle Verkäufe derselben Karte.

Karten für das Grading bei TCG Direkt

Wer eine Karte graden lassen will, braucht eine saubere Basis. Bei uns gehen Treffer in Hülle und Toploader aus Deutschland an dich. Auf Whatnot öffnet Ara Packs live, du siehst die Karte beim Ziehen.

Fazit

PSA, BGS und CGC bewerten Karten nach ähnlichen Kriterien und vergeben Noten bis 10. Graden lohnt sich bei gefragten, makellosen Karten, wenn die Gebühr zum möglichen Mehrpreis passt. Prüfe Karten vor der Einsendung und rechne alle Kosten ein.

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